Central Asian Desert Initiative (CADI)

Wüste Bild vergrößern (© Jens Wunderlich)

Trotz ihrer großen Bedeutung gehören die winterkalten Wüsten zu den weltweit am wenigsten geschützten Biomen. Das Projekt „Central Asian Desert Initiative“ (CADI) setzt sich daher für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der winterkalten Wüsten Zentralasiens ein.

Umgesetzt wird das Projekt von der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald gemeinsam mit der Michael Succow Stiftung und der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) – Subregionalbüro für Zentralasien. Partner für die Umsetzung von CADI in Kasachstan sind das Komitee für Forstwesen und Tierwelt des Ministeriums für Landwirtschaft sowie die „Association for the Conservation of Biodiversity in Kazakhstan“ (ACBK).

95% der winterkalten Wüsten befinden sich in Zentralasien. In Kasachstan nehmen etwa 60% der Landesfläche Wüsten und Halbwüsten ein. Die riesigen Landmassen sind ein bedeutender Migrationsraum für Vögel sowie die letzten großen wildlebenden Huftierarten, u.a. die Saiga-Antilope, und erbringen zahlreiche Ökosystemleistungen. Aktuell sind die Wüstenökosysteme durch massive Degradationsprozesse gefährdet, woraus ein enormer, teilweise irreversibler Verlust an Habitaten und Arten resultiert. Die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen in der Region sind damit bedroht.

Das Projekt unterstützt Partnerinstitutionen in den Zielländern Kasachstan, Turkmenistan und Usbekistan bei einer nachhaltigen Landnutzungsplanung sowie mit Maßnahmen zur Verbesserung des Managements bestehender und die Ausweisung neuer Schutzgebiete im Biom winterkalte Wüsten.

CADI verbindet Schlüsselakteure durch wissenschaftliche Kooperation und Politikberatung, sensibilisiert für die Bedeutung von Wüstenökosystemen und unterstützt die betroffenen Partnerländer bei der Umsetzung internationaler Umweltkonventionen. Über ein im Rahmen des Projekts eingerichtetes Wüsten-Sekretariat soll ein länderübergreifender koordinierter Wüstenschutz initiiert und über die Dauer des Projekts hinaus verstetigt werden.

Das Projekt ist Teil der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI). Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) fördert die Initiative aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags.

Weitere Infos zum Projekt:

cadi.uni-greifswald.de